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12/2002
Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg
Bauwesen und Sicherheitsforschung
Bautechnische Sanierungshilfe
bei Heizölaustritten durch Hochwasser
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Schadenseintritt
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Die Hochwasserkatastrophe in Salzburg hat auch
viele Bewohner kleinerer Häuser mit Einzelheizanlagen
und Heizöltanks in Kellerräumen unvorbereitet getroffen.

Durch die Flutung der Tankräume im Keller sind in vielen
Objekten die Heizöltanks aufgeschwommen und umgekippt
und wurden sie dadurch entleert.
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Schadensausmaß
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Da sich bei einigen exponiert gelegenen Wohnhäusern
Hochwasserstände eingestellt haben, die mehrere Dezimeter
über den Fußböden der Wohnräume im Erdgeschoss
lagen, ergaben sich durch die Beaufschlagung mit dem ölhaltigen
Wasser teilweise dramatische Schadensbilder und war in erster
Reaktion der Betroffenen und der beigezogenen Sachverständigen
von Totalschäden und dem Erfordernis des Abrisses der
Objekte die Rede.
Durch systematische Bauwerksuntersuchungen konnten die tatsächlichen
Auswirkungen der Ölkontamination auf die betroffenen
Bauteile festgestellt und praxisgerechte Sanierungskonzepte
rasch erstellt werden.
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Sanierungskonzepte
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Kein einziges der Objekte musste wirklich
abgerissen und neu errichtet werden. Allerdings war die Erneuerung
der kompletten Fußbodenaufbauten in den Kellern und
Erdgeschossen sowie der Gebäudetrennwände in den
Kellern von Reihenhäusern erforderlich, da sich in diesen
Bauteilen Dämmstoffe befanden, die zum einen Teil nicht
ölbeständig waren und zum anderen Teil große
Mengen an Heizöl aufgenommen hatten und bei ihrem Verbleib
im Bauwerk zu langfristigen Beeinträchtigungen und Geruchsbelästigungen
geführt hätten.
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Sanierungsverfahren
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Die Außenwände der Objekte im Erdgeschoss
konnten durch ein spezielles Sanierungsverfahren vor einem
Abbruch und einer Erneuerung bewahrt werden. Bei dieser Sanierung
wurden nur die oberflächennahen Bauteilzonen abgearbeitet
und danach in den Wänden verbleibende Heizölspuren
so im Wandaufbau eingeschlossen, dass keine negativen Auswirkungen
mehr befürchtet werden mussten.
| Erkenntnisse |

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Die Folgen der Hochwasserkatastrophe in diesen
speziellen Fällen mit Heizölaustritten und die Ergebnisse
der Bauwerksuntersuchungen lassen Rückschlüsse auf
erforderliche Verbesserungen in der Konstruktion und Ausführung
der Keller und Öltanks in hochwassergefährdeten
Gebieten zu. Durch eine konsequente Anwendung dieser Erkenntnisse
wird es künftig möglich sein, das Schadensausmaß
durch Hochwasser zu verringern.
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Korrespondenz:
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Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg
Zivilingenieur für Bauwesen
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg (bvfs)
Alpenstraße 157
A-5020 Salzburg
Tel.Nr.: +43 (0)662 621758-100
Fax : +43 (0)662 621758-199
e-mail : glantschnigg@bvfs.at
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