Bautechnische Versuchs- und Forschungsansatlt Salzburg
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg
Akkreditierte Prüf-, Überwachungs- und Kalibrierstelle
Akkreditiert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) nach
ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17025, EN 45004 - Notified Body Nr. 1086

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© 12/2002 Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg

Bauwesen und Sicherheitsforschung

Bautechnische Sanierungshilfe bei Heizölaustritten durch Hochwasser

Schadenseintritt

Schadensausmaß

Sanierungskonzepte
Sanierungsverfahren
Erkenntnisse
Korrespondenz

Schadenseintritt

Die Hochwasserkatastrophe in Salzburg hat auch viele Bewohner kleinerer Häuser mit Einzelheizanlagen und Heizöltanks in Kellerräumen unvorbereitet getroffen.
Bautechnische Sanierungshilfe bei Heizölaustritten durch Hochwasser
Durch die Flutung der Tankräume im Keller sind in vielen Objekten die Heizöltanks aufgeschwommen und umgekippt und wurden sie dadurch entleert.


Schadensausmaß

Da sich bei einigen exponiert gelegenen Wohnhäusern Hochwasserstände eingestellt haben, die mehrere Dezimeter über den Fußböden der Wohnräume im Erdgeschoss lagen, ergaben sich durch die Beaufschlagung mit dem ölhaltigen Wasser teilweise dramatische Schadensbilder und war in erster Reaktion der Betroffenen und der beigezogenen Sachverständigen von Totalschäden und dem Erfordernis des Abrisses der Objekte die Rede.
Bautechnische Sanierungshilfe bei Heizölaustritten durch Hochwasser
Durch systematische Bauwerksuntersuchungen konnten die tatsächlichen Auswirkungen der Ölkontamination auf die betroffenen Bauteile festgestellt und praxisgerechte Sanierungskonzepte rasch erstellt werden.

Sanierungskonzepte

Kein einziges der Objekte musste wirklich abgerissen und neu errichtet werden. Allerdings war die Erneuerung der kompletten Fußbodenaufbauten in den Kellern und Erdgeschossen sowie der Gebäudetrennwände in den Kellern von Reihenhäusern erforderlich, da sich in diesen Bauteilen Dämmstoffe befanden, die zum einen Teil nicht ölbeständig waren und zum anderen Teil große Mengen an Heizöl aufgenommen hatten und bei ihrem Verbleib im Bauwerk zu langfristigen Beeinträchtigungen und Geruchsbelästigungen geführt hätten.

Sanierungsverfahren

Die Außenwände der Objekte im Erdgeschoss konnten durch ein spezielles Sanierungsverfahren vor einem Abbruch und einer Erneuerung bewahrt werden. Bei dieser Sanierung wurden nur die oberflächennahen Bauteilzonen abgearbeitet und danach in den Wänden verbleibende Heizölspuren so im Wandaufbau eingeschlossen, dass keine negativen Auswirkungen mehr befürchtet werden mussten.

Erkenntnisse

Die Folgen der Hochwasserkatastrophe in diesen speziellen Fällen mit Heizölaustritten und die Ergebnisse der Bauwerksuntersuchungen lassen Rückschlüsse auf erforderliche Verbesserungen in der Konstruktion und Ausführung der Keller und Öltanks in hochwassergefährdeten Gebieten zu. Durch eine konsequente Anwendung dieser Erkenntnisse wird es künftig möglich sein, das Schadensausmaß durch Hochwasser zu verringern.

Korrespondenz:

Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg
Zivilingenieur für Bauwesen 
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg (bvfs)
Alpenstraße 157
A-5020 Salzburg

Tel.Nr.: +43 (0)662 621758-100
Fax : +43 (0)662 621758-199

e-mail : glantschnigg@bvfs.at

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