Bautechnische Versuchs- und Forschungsansatlt Salzburg
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg
Akkreditierte Prüf-, Überwachungs- und Kalibrierstelle
Akkreditiert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) nach
ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17025, EN 45004 - Notified Body Nr. 1086

Messgröße Kraft Messgröße Länge Andere Messgrößen Leistungsübersicht Mitarbeiter Anfragen

Download:
Merkblatt 1: Anforderungen an die Druckplatten und Zwischenplatten von Prüfmaschinen zur Bestimmung der Druckfestigkeit von Beton

Vortrag "Umsetzung der Normforderungen an die Messmittel, Aufbau der Werkskalibrierung, Praktische Erfahrungen" vom austrolab Workshop „Erstinspektionen und Überwachungen von werkseigenen Produktionskontrollen
(WPK’s) unter Berücksichtigung der Kalibrierungen von Messmittel am Beispiel
CE Kennzeichnung von Bauprodukten.“ vom 2. Juni 2004

forschungsnews 07/07 "Die Entwicklung auf dem Gebiet der Rückführung von Messmitteln"

 
FAQ Übersicht:

 

Was ist Kalibrieren ?

Tätigkeit zur Ermittlung des Zusammenhangs zwischen den ausgegebenen Werten eines Messgerätes oder einer Messeinrichtung oder den von einer Maßverkörperung oder von einem Referenzmaterial dargestellten Werten und den zugehörigen, durch Normale festgelegten Werten einer Messgröße unter vorgegebenen Bedingungen.
[Definition aus "International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology"]

 

 

Was ist Eichen ?

Das Eichen eines Messgerätes (auch einer Maßverkörperung) umfaßt die von der zuständigen Eichbehörde nach den Eichvorschriften vorzunehmenden Prüfungen und die Stempelung. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob das vorgelegte Messgerät der Eichvorschriften entspricht, d.h. ob es den an seine Beschaffenheit und seine messtechnischen Eigenschaften zu stellenden Anforderungen genügt, insbesondere ob die Beträge der Messabweichung die Fehlergrenze(n) nicht überschreitet. Durch die Stempelung wird beurkundet, dass das Messgerät zum Zeitpunkt der Prüfung diesen Anforderungen genügt hat und dass auf Grund seiner Beschaffenheit zu erwarten ist, dass es bei einer Handhabung entsprechend den Regeln der Technik innerhalb der Nacheichfrist "richtig" bleibt.
Welche Messgeräte der Eichpflicht unterliegen und welche davon befreit sind, ist gesetzlich geregelt.
Das Wort "EICHEN" soll nur in diesem Sinne verwendet werden und nicht -wie vielfach üblich- für Justieren oder Kalibrieren.
[Definition nach DIN 1319 Teil 1 06/85]

[mehr zum Thema "Eichen"]

 

 

Was ist Justieren ?

Justierung ... Tätigkeit, die ein Messgerät in einen gebrauchstauglichen Betriebszustand versetzt.
[Definition aus "International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology"]

 

 
ÖKD-Kalibrierung

Durchführung und Auswertung der Kalibrierung unter strenger Einhaltung nationaler bzw. internationaler Normen und Richtlinien. Die verwendeten Normale und Messgeräte, sowie der Ablauf der Kalibrierung und die Algorithmen der Auswertung und Messunsicherheitsberechnung wurden durch die Akkreditierungsstelle geprüft und abgenommen und im Akkreditierungsbescheid festgeschrieben. Die Einhaltung wird regelmäßig durch Audits und Ringversuche überwacht.

Als Ergebnis erhalten Sie einen ÖKD Kalibrierschein (ggf. mit Konformitätsbestätigung und Klasseneinteilung Ihres Prüfmittels) und ein ÖKD Kalibrierzeichen zur Kennzeichnung Ihres Prüfmittels.

Kalibrierdienst ÖKD 18, Kalibrierzeichen

Kalibrierzeichen der Kalibrierstelle der bvfs

ACHTUNG! Ein Kalibrierzeichen auf einem Messgerät ist keine Garantie, dass das Messgerät ohne Fehler arbeitet oder den Anforderungen einer Norm entspricht. Es ist lediglich der Nachweis, dass das Messgerät kalibriert wurde. Ob das Messgerät für die jeweilig Messaufgabe geeignet ist, muss immer dem Kalibrierschein entnommen werden!

Werkskalibrierung

Die Kalibrierung wird in Anlehnung an Normen und Regelwerke bzw. nach Anforderungen der Kunden durchgeführt. Im Allgemeinen ist der Umfang der Werkskalibrierungen geringer.


Kalibrierdienst ÖKD 18, Werkskalibrierzeichen

Durch die Akkreditierung werden die Grundlagen der Arbeit von Kalibrierstelle überprüft.
Hier sehen Sie einen Vergleich zwischen akkreditierten und nicht akkreditierte Kalibrierstellen.

ACHTUNG! Ein Kalibrierzeichen auf einem Messgerät ist keine Garantie, dass das Messgerät ohne Fehler arbeitet oder den Anforderungen einer Norm entspricht. Es ist lediglich der Nachweis, dass das Messgerät kalibriert wurde. Ob das Messgerät für die jeweilig Messaufgabe geeignet ist, muss immer dem Kalibrierschein entnommen werden!

Rückverfolgbarkeit

Durch den Vergleich von Messgeräten mit Normalen akkreditierten Kalibrierstellen ist die Rückverfolgbarkeit im Sinne der der Normenreihe ISO 9000ff (Prüfmittelüberwachung) bzw. EN ISO 17025 sichergestellt.

Kalibrierdienst ÖKD 18, Rückführung, Messunsicherheit

Kalibrierhierarchie als Nachweis der Rückverfolgung von Prüfergebnissen auf nationale Normale durch Kalibrierung der Kalibrierstelle der bvfs.

Definition Rückverfolgbarkeit:
Eigenschaft eines Messergebnisses oder des Wertes eines Normals, durch eine ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen mit angegebener Messunsicherheit auf geeignete Normale, im allgemeinen internationale oder nationale Normale, bezogen zu sein.
Anmerkungen:
1. Für diesen Begriff wird oft das Adjektiv Rückverfolgbar verwendet.
2. Die ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen wir Rückverfolgbarkeitskette genannt.
3. Der Vergleich mit Normalen höherer Genauigkeit oder mit entsprechend festgelegten physikalischen Fixpunkten wird auch Anschließen genannt.
[Definition aus "International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology"]
 
[Information der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit und Messunsicherheit]
 

Was wird für den Nachweis der Rückverfolgbarkeit benötigt ?

Firmen, die die Rückführbarkeit Ihrer Messmittel nachweisen müssen (z.B. akkreditierte Prüfstellen) benötigen für die Messmittel (mindestens aber für die Normale, die für die interne Kalibrierung verwendet werden) ÖKD (oder gleichwertige) Kalibrierscheine bzw. Kalibrierscheine nationaler Metrologieinstitute.
Sollte es nicht möglich sein ÖKD Kalibrierungen zu erhalten, können auch Werkskalibrierscheine ausreichen.
Auf diesen Werkskalibrierscheinen muss die Messunsicherheit der Kalibrierung gemäß EA-4/02 ausgewiesen sein.
In diesem Fall ist der Anwender des Messmittels zusätzlich gezwungen in einer Lieferantenbewertung die Kompetenz des Kalibrierlaboratoriums, das den Werkskalibrierschein ausgestellt hat, zu dokumentieren.
Wenn mit einem kalibrierten Normal interne Kalibrierungen durchgeführt werden, muß für diese Kalibrierungen ebenfalls die Messunsicherheit berechnet werden um die Rückverfolgbarkeit nachweisen zu können.

Ohne die Angabe der Messunsicherheit der Kalibrierung ist der Nachweis der Rückverfolgbarkeit nicht möglich.
 
[Information der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit und Messunsicherheit]
 

Anerkennung der Kalibrierscheine 

Kalibrierungen die durch akkreditierte Kalibrierstellen im Rahmen ihrer Akkreditierung durchgeführt werden, müssen national bzw. international anerkannt werden.

Die Basis für die internationale Anerkennung ist das MULTILATERALE ABKOMMEN ZUR GEGENSEITIGEN ANERKENNUNG VON KALIBRIERSCHEINEN der European Cooperation for Accreditation (EA) in das der Österreichische Kalibrierdienst (ÖKD) bei der ersten Generalversammlung der EA am 23.06.1998 in Oslo aufgenommen worden.
 
ÖKD-Kalibrierschein-Muster (Deckblatt) der Kalibrierstelle der bvfs

Akkreditierung

Verfahren zur formellen Anerkennung der Kompetenz einer Organisation, spezifische Aufgaben auszuführen.
[Definition aus DGQ-Schrift 11-04 "Begriffe zum Qualitätsmanagement"]

(Vergleich zwischen akkreditierten und nicht akkreditierte Stellen.)

Die Akkreditierungsstelle

Die Kalibrierstelle wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten der Republik Österreich (BmWA) durch den Bescheid Zl. 96 113/12-IX/6/98 vom 13. März 1998 akkreditiert

Das BmWA als Akkreditierungstelle ist Unterzeichner des EA Multilateral Agreement und damit international anerkannte Akkreditierungsstelle.

Messunsicherheit

Dem Messergebnis zugeordneter Parameter, der die Streuung der Werte kennzeichnet, die vernünftigerweise der Messgröße zugeordnet werden könnte

ANMERKUNGEN

  1. Der Parameter kann beispielsweise eine Standardabweichung (oder ein gegebenes Vielfaches davon), oder die halbe Weite eines Bereiches sein, der ein festgelegtes Vertrauensniveau hat.

  2. Messunsicherheit enthält im allgemeinen viele Komponente. Einige dieser Komponenten können aus der statistischen Verteilung der Ergebnisse einer Messreihe ermittelt und durch empirische Standardabweichungen gekennzeichnet werden. Die anderen Komponenten, die ebenfalls durch Standardabweichungen charakterisiert werden können, werden aus angenommenen Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt, die sich auf Erfahrung oder andere Information gründen.

  3. Es wird vorausgesetzt, dass das Messergebnis der beste Schätzwert für den Wert der Messgröße ist, und dass alle Komponenten der Unsicherheit zur Streuung beitragen, eingeschlossen diejenigen, welche von systematischen Einwirkungen herrühren, z.B. solche, die von Korrektion und Bezugsnormalen stammen.
    [Definition aus "International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology"]

Literatur zur Ermittlung der Messunsicherheit:

  • "Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement"

  • EA-4/02 "Expression of the Uncertainty of Measurement in Calibration"

  • EA-4/02-S1 Supplement to EA-4/02

Berechnung der Messunsicherheit
Berechnung der Messunsicherheit
 
[Information der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit und Messunsicherheit]
 

Warum Messunsicherheit ?

1) Die Messunsicherheit ist die Entscheidungsgrundlage zur die Auswahl eines Prüfmittels für eine Messaufgabe. Nach der "Goldenen Regel der Messtechnik" sollte die Messunsicherheit kleiner/gleich einem Zehntel der zu prüfenden Toleranz sein. 

U <= T / 10

In Ausnahmefällen darf die Messunsicherheit U <= T/5 betragen.
Wir dieser Richtwert eingehalten kann davon ausgegangen werden, dass die Messwerte mit ausreichender Genauigkeit erfasst werden.

2) Die Messunsicherheit eines Messergebnisses (berechnet aus den Parametern des verwendeten Messverfahrens) wird zur Konformitätsbewertung von Prüfobjekten herangezogen (siehe auch EN ISO 14253-1).
 
Messunsicherheit und Toleranz

 

Das Kalibrier- bzw. Messergebnis liegt incl. Messunsicherheit innerhalb der vorgegebenen Toleranzzone. -> das gemessene Objekt entspricht den Anforderungen

Messunsicherheit und Toleranz
Das Kalibrier- bzw. Messergebnis liegt incl. Messunsicherheit außerhalb der vorgegebenen Toleranzzone. -> das gemessene Objekt entspricht nicht den Anforderungen
Messunsicherheit und Toleranz
Das Kalibrier- bzw. Messergebnis liegt innerhalb der Toleranzzone, aber Kalibrier- bzw. Messergebnis plus Messunsicherheit liegt außerhalb der Toleranz. -> Hier kann weder eine Übereinstimmung noch eine Nicht-Übereinstimmung ausgewiesen werden.

In diesem Fall hilft nur:
  • Noch einmal mit kleinerer Messunsicherheit messen
  • Bereits vorab mit dem Lieferanten eine Absprache treffen
  • Das Produkt zurückweisen

Genauigkeit eines Messgerätes

Fähigeit eines Messgerätes, Werte der Ausgangsgröße in der Nähe eines wahren Wertes zu liefern.
(Genauigkeit ist ein qualitativer Begriff)
[Definition aus "International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology"]

 

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