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Durchführung und Auswertung der Kalibrierung unter
strenger Einhaltung nationaler bzw. internationaler Normen und
Richtlinien. Die verwendeten Normale und Messgeräte, sowie der
Ablauf der Kalibrierung und die Algorithmen der Auswertung und
Messunsicherheitsberechnung wurden durch die Akkreditierungsstelle
geprüft und abgenommen und im Akkreditierungsbescheid festgeschrieben.
Die Einhaltung wird regelmäßig durch Audits und Ringversuche überwacht.
Als Ergebnis erhalten Sie einen ÖKD Kalibrierschein
(ggf. mit Konformitätsbestätigung und Klasseneinteilung Ihres
Prüfmittels) und ein ÖKD Kalibrierzeichen zur Kennzeichnung Ihres
Prüfmittels.
Kalibrierzeichen der Kalibrierstelle der bvfs
ACHTUNG! Ein Kalibrierzeichen auf einem Messgerät ist keine Garantie, dass das Messgerät ohne Fehler arbeitet oder den Anforderungen einer Norm entspricht. Es ist lediglich der Nachweis, dass das Messgerät kalibriert wurde. Ob das Messgerät für die jeweilig Messaufgabe geeignet ist, muss immer dem Kalibrierschein entnommen werden!
Die Kalibrierung wird in Anlehnung an Normen und
Regelwerke bzw. nach Anforderungen der Kunden durchgeführt. Im
Allgemeinen ist der Umfang der Werkskalibrierungen geringer.
Durch die Akkreditierung werden die Grundlagen der
Arbeit von Kalibrierstelle überprüft.
Hier sehen Sie einen Vergleich
zwischen akkreditierten und nicht akkreditierte Kalibrierstellen.
ACHTUNG! Ein Kalibrierzeichen auf einem Messgerät ist keine Garantie, dass das Messgerät ohne Fehler arbeitet oder den Anforderungen einer Norm entspricht. Es ist lediglich der Nachweis, dass das Messgerät kalibriert wurde. Ob das Messgerät für die jeweilig Messaufgabe geeignet ist, muss immer dem Kalibrierschein entnommen werden!
Durch den Vergleich von Messgeräten mit Normalen
akkreditierten Kalibrierstellen ist die Rückverfolgbarkeit im
Sinne der der Normenreihe ISO 9000ff (Prüfmittelüberwachung) bzw.
EN ISO 17025 sichergestellt.
Kalibrierhierarchie als Nachweis der Rückverfolgung
von Prüfergebnissen auf nationale Normale durch Kalibrierung der
Kalibrierstelle der bvfs.
Definition Rückverfolgbarkeit:
Eigenschaft eines Messergebnisses oder des Wertes eines Normals,
durch eine ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen mit angegebener
Messunsicherheit auf geeignete Normale, im allgemeinen internationale
oder nationale Normale, bezogen zu sein.
Anmerkungen:
1. Für diesen Begriff wird oft das Adjektiv Rückverfolgbar
verwendet.
2. Die ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen wir Rückverfolgbarkeitskette
genannt.
3. Der Vergleich mit Normalen höherer Genauigkeit oder mit
entsprechend festgelegten physikalischen Fixpunkten wird auch
Anschließen genannt.
[Definition aus "International Vocabulary of Basic and
General Terms in Metrology"]
[Information
der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit
und Messunsicherheit]
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Firmen, die die Rückführbarkeit Ihrer
Messmittel nachweisen müssen (z.B. akkreditierte Prüfstellen)
benötigen für die Messmittel (mindestens aber für
die Normale, die für die interne Kalibrierung verwendet werden)
ÖKD (oder gleichwertige) Kalibrierscheine bzw. Kalibrierscheine
nationaler Metrologieinstitute.
Sollte es nicht möglich sein ÖKD Kalibrierungen zu erhalten,
können auch Werkskalibrierscheine ausreichen.
Auf diesen Werkskalibrierscheinen muss die Messunsicherheit
der Kalibrierung gemäß EA-4/02 ausgewiesen sein.
In diesem Fall ist der Anwender des Messmittels zusätzlich
gezwungen in einer Lieferantenbewertung die Kompetenz des Kalibrierlaboratoriums,
das den Werkskalibrierschein ausgestellt hat, zu dokumentieren.
Wenn mit einem kalibrierten Normal interne Kalibrierungen durchgeführt
werden, muß für diese Kalibrierungen ebenfalls die
Messunsicherheit berechnet werden um die Rückverfolgbarkeit
nachweisen zu können.
Ohne die Angabe der Messunsicherheit der Kalibrierung
ist der Nachweis der Rückverfolgbarkeit nicht möglich.
[Information
der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit
und Messunsicherheit]
Kalibrierungen die durch akkreditierte Kalibrierstellen
im Rahmen ihrer Akkreditierung durchgeführt werden, müssen national
bzw. international anerkannt werden.
Die Basis für die internationale Anerkennung ist
das MULTILATERALE ABKOMMEN ZUR GEGENSEITIGEN ANERKENNUNG VON KALIBRIERSCHEINEN
der European Cooperation for Accreditation (EA) in das der Österreichische
Kalibrierdienst (ÖKD) bei der ersten Generalversammlung der EA
am 23.06.1998 in Oslo aufgenommen worden.
ÖKD-Kalibrierschein-Muster (Deckblatt)
der Kalibrierstelle der bvfs
Verfahren zur formellen Anerkennung der Kompetenz
einer Organisation, spezifische Aufgaben auszuführen.
[Definition aus DGQ-Schrift 11-04 "Begriffe zum Qualitätsmanagement"]
(Vergleich zwischen
akkreditierten und nicht akkreditierte Stellen.)
Die Kalibrierstelle wurde durch das Bundesministerium
für wirtschaftliche Angelegenheiten der Republik Österreich (BmWA)
durch den Bescheid Zl. 96 113/12-IX/6/98 vom 13. März 1998 akkreditiert
Das BmWA als Akkreditierungstelle ist Unterzeichner
des EA Multilateral Agreement und damit international anerkannte
Akkreditierungsstelle.
Dem Messergebnis zugeordneter Parameter, der die
Streuung der Werte kennzeichnet, die vernünftigerweise der Messgröße
zugeordnet werden könnte
ANMERKUNGEN
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Der Parameter kann beispielsweise eine Standardabweichung
(oder ein gegebenes Vielfaches davon), oder die halbe Weite
eines Bereiches sein, der ein festgelegtes Vertrauensniveau
hat.
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Messunsicherheit enthält im allgemeinen viele
Komponente. Einige dieser Komponenten können aus der statistischen
Verteilung der Ergebnisse einer Messreihe ermittelt und durch
empirische Standardabweichungen gekennzeichnet werden. Die
anderen Komponenten, die ebenfalls durch Standardabweichungen
charakterisiert werden können, werden aus angenommenen Wahrscheinlichkeitsverteilungen
ermittelt, die sich auf Erfahrung oder andere Information
gründen.
-
Es wird vorausgesetzt, dass das Messergebnis
der beste Schätzwert für den Wert der Messgröße ist, und dass
alle Komponenten der Unsicherheit zur Streuung beitragen,
eingeschlossen diejenigen, welche von systematischen Einwirkungen
herrühren, z.B. solche, die von Korrektion und Bezugsnormalen
stammen.
[Definition aus "International Vocabulary of Basic
and General Terms in Metrology"]
Literatur zur Ermittlung der Messunsicherheit:
-
"Guide to the Expression of Uncertainty
in Measurement"
-
EA-4/02 "Expression of the Uncertainty
of Measurement in Calibration"
-
EA-4/02-S1 Supplement to EA-4/02

Berechnung der Messunsicherheit
[Information
der Akkreditierungsstelle im BMWA zum Thema Rückverfolgbarkeit
und Messunsicherheit]
1) Die Messunsicherheit ist die Entscheidungsgrundlage
zur die Auswahl eines Prüfmittels für eine Messaufgabe.
Nach der "Goldenen Regel der Messtechnik" sollte die
Messunsicherheit kleiner/gleich einem Zehntel der zu prüfenden
Toleranz sein.
In Ausnahmefällen darf die Messunsicherheit U <=
T/5 betragen.
Wir dieser Richtwert eingehalten kann davon ausgegangen werden,
dass die Messwerte mit ausreichender Genauigkeit erfasst werden.
2) Die Messunsicherheit eines Messergebnisses (berechnet
aus den Parametern des verwendeten Messverfahrens) wird zur
Konformitätsbewertung von Prüfobjekten herangezogen (siehe
auch EN ISO 14253-1).
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Das Kalibrier- bzw. Messergebnis liegt incl.
Messunsicherheit innerhalb der vorgegebenen Toleranzzone.
-> das gemessene Objekt entspricht den Anforderungen
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| Das Kalibrier- bzw.
Messergebnis liegt incl. Messunsicherheit außerhalb der vorgegebenen
Toleranzzone. -> das gemessene Objekt entspricht nicht
den Anforderungen |
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Das Kalibrier-
bzw. Messergebnis liegt innerhalb der Toleranzzone, aber Kalibrier-
bzw. Messergebnis plus Messunsicherheit liegt außerhalb der
Toleranz. -> Hier kann weder eine Übereinstimmung noch
eine Nicht-Übereinstimmung ausgewiesen werden.
In diesem Fall hilft nur:
- Noch einmal mit kleinerer Messunsicherheit messen
- Bereits vorab mit dem Lieferanten eine Absprache treffen
- Das Produkt zurückweisen
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Fähigeit eines Messgerätes, Werte der Ausgangsgröße
in der Nähe eines wahren Wertes zu liefern.
(Genauigkeit ist ein qualitativer Begriff)
[Definition aus "International Vocabulary of Basic
and General Terms in Metrology"]
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