Bautechnische Versuchs- und Forschungsansatlt Salzburg
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg
Akkreditierte Prüf-, Überwachungs- und Kalibrierstelle
Akkreditiert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) nach
ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17025, EN 45004 - Notified Body Nr. 1086
 

Entwicklungsgeschichte

Die BAUTECHNISCHE VERSUCHS- UND FORSCHUNGSANSTALT SALZBURG ist aus der Materialprüfstelle der Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun hervorgegangen. Damals erhielt sie auch ihr seither unverändert gültiges Logo "bvfs". Die "staatliche Autorisation", über Untersuchungsergebnisse Ausweise als "öffentlich-rechtliche Urkunden" (Zeugnisse) auszustellen, wurde ihr 1955 erstmalig erteilt. 1960 wurde die Materialprüfstelle von Kaprun nach Salzburg verlegt.
Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt 19611961
Ende 1967 war sie von der Auflösung unter ihren seinerzeitigen Eignern bedoht. Der damalige Landeshauptmann DDr. LECHNER veranlaßte eine Neuorganisation in Form des heutigen gemeinnützigen Vereins für Bautechnische Versuchs- und Forschungsarbeiten (vbvfs), der das Institut erwarb.
Als erster Vorsitzender wirkte Hoftrat Dipl.-Ing. Dr. techn. K. JONAK und als Geschäftsführer BauR h.c. Dipl.-Ing. C.H. BEYRER, Inhaber eines Zivilingenieurbüros.
Die Aufgabenstellung war, den Betrieb des Institutes nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen selbstkostendeckend unabhängig neu auszurichten und baubelangmäßig universell aufzubauen. Der Institutsbetrieb wurde am ersten März 1968 in neuer Rechtsform aufgenommen.
 
w. Hofrat Dipl.-Ing. Dr. techn. K. Jonak
Vorstandsvorsitzender von 1968 - 1979
 
BauR. h.c. Dipl.-Ing. C.H. Beyrer
Institutsvorstand von 1968 - 1983
 
Die Geschichte der Versuchs- und Forschungsanstalt ist in der Folge wesentlich gekennzeichnet durch Erweiterungen sowohl in fachlichen als auch equipmentmäßigen Forschungs- & Entwicklungsbereichen (F&E), wie z.B. die Einrichtung eines bodenmechanischen Labors, einer Abteilung für Bauphysik und Umweltschutz, Erweiterung der Material- und Baustoffuntersuchungen. Anfang der 70-er Jahre wurden Außenstellen errichtet, um treuhändisch beim Ausbau der übergeordneten Straßennetzes die Qualitätskontrolle wahrnehmen zu können.
Änderungen im Normenwesen durch neue Regelwerke für die Baustoffindustrie und gesetzliche Regelungen des Zulassungswesens zogen einen Boom von Überwachungsverträgen mit der Industrie nach sich. Die Erweiterung der F&E-Bereiche führte 1975 zu einer Neugliederung in die Hauptabteilungen GEOTECHNIK, BAUSTOFFE & BAUKONSTRUKTIONEN, BITUMINEN & ASPHALTBAU sowie BAUPHYSIK & UMWELTSCHUTZ.
Im Jahr 1979 übernahm nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Vorsitzenden Herr Landesbaudirektor Hofrat Dipl.-Ing. Axel WAGNER dessen Position und Aufgabe.
HR Dipl.-Ing. Axel Wagner
Vorstandsvorsitzender von 1979 - 2001
 
BauR h.c. Dipl.-Ing. Herbert Kaltenböck
Institutsvorstand von 1983 - 2003
 

Der Neugliederung in vier Fachabteilungen folgte dann im Jahre 1980 auch eine Neuordnung der Autorisation für diese Bereiche.
Die Erweiterung der F&E-Bereiche machte eine Erweiterung der baulichen Anlagen 1981 notwendig.
Im Jahr 1983 trat der bisherige Institutsleiter und Geschäftsführer in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde der bisherige Leiter der Abteilung für Baustoffe und Baukonstruktionen, Dipl.-Ing. Herbert KALTENBÖCK.
Die steigende Zahl der Mitarbeiter führte zu einer weiteren baulichen Erweiterung des Institutes im Jahre 1988. Der sich anbahnende Beitritt Österreichs zur Europäischen Union und Zukunftsvisionen über die künftige Entwicklung des Institutes führten im Jahre 1992 zum Entschluß des Vereins, sich am Nachbargrundstück einzukaufen, um bereits fürs nächste Jahrtausend gerüstet zu sein. Im Jahre 1993 erfolgte ein weiterer Laborzubau für die Abteilung Geotechnik. Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union im Jahre 1995 schließlich führte auf Grund der Änderung des alten Autorisationsgesetzes zum modernen Akkreditierungsgesetz zur Überführung des Institutes in eine akkreditierte Prüf- und Überwachungsstelle. Damit waren die rechtlichen Voraussetzungen auch für internationale Tätigkeit, die schon vorher ausgeübt wurde, gegeben. Als nächster Schritt wurde die bvfs 1998 seitens des BUNDESMINISTERIUMS FÜR WIRTSCHAFTLICHE ANGELEGENHEITEN auch als KALIBRIERSTELLE im Rahmen des Österreichischen Kalibrierdienstes (ÖKD) staatlich akkreditiert.
Auf Grund der österreichischen Rechtslage wurde die bvfs 1999 auch vom Österreichischen Institut für Bautechnik (OIB) für den Wirkungsbereich der Länder akkreditiert.


2000

Bei der Generalversammlung des vbvfs im Juni 2001 wurde der Landesbaudirektor Hofrat Dipl.-Ing. Alfred DENK zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Mit 1. März 2003 übernahm der bisherige Abteilungsleiter für Baustoffe und Baukonstruktionen, Dipl.-Ing. Norbert GLANTSCHNIGG, Zivilingenieur für Bauwesen als Institutsvorstand die Geschäftsführung der bvfs.

Unter der neuen Leitung erfolgte die Neugliederung der bvfs, bei unverändertem Akkreditierungsumfang, in die Abteilungen:

  • Asphalt und Bitumen
  • Geotechnik und Verkehrswegebau
    (einschließlich Geologie)
  • Baustoffe & Baukonstruktionen
  • Bauphysik und Hochbau
  • Kalibrierstelle

Die neuen Abteilungsleiter sind auf dieser Homepage unter den jeweiligen Abteilungen ersichtlich

Im Februar 2005 wurde die Eichstelle für Waagen der bvfs mit der Nummer 542 akkreditiert. Die Eichstelle wird in Kooperation mit 8 in ganz Österreich ansässigen klein und mittleren Unternehmen aus der Waagenbranche betrieben.

Direktor
Dipl.-Ing. Norbert Glantschnigg
Zivilingenieur für Bauwesen
Institutsvorstand seit März 2003
 

Landesbaudirektor
Hofrat Dipl.-Ing. Alfred Denk
Vorstandsvorsitzender
Juni 2001 bis Dezember 2007

Dipl.-Ing. Christian Nagl
Landesbaudirektor
Dipl.-Ing. Christian Nagl
Vorstandsvorsitzender
seit Dezember 2007

Bei einer a.o. Generalversammlung des vbvfs am 18.12.2007 wurde Landesbaudirektor Dipl.-Ing. Christian Nagl zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Er vertritt die aktuell 69 Vereinsmitglieder aus den Bereichen der Bauträger, Baufirmen, Baustoffindustrie und öffentliche Verwaltung.

Pressenhalle 2008 2008
Im Jahr 2007 wurde ein Erweiterungsbau im Südosten des Haupttraktes errichtet. Die Schaffung von zusätzlichem Raum kommt durch Straffung und Umwidmung bestehender Flächen allen Abteilungen zur anstehenden Intensivierung von Forschungsaktivitäten zugute.
 
Die bvfs beschäftigt heute rund 50 Mitarbeiter und ist nicht nur in Österreich und der EU sondern darüber hinaus in ganz Europa und in China in ihrem Aufgabengebiet tätig.


2008

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